Sauberer Strom und 280.000 Arbeitsplätze
Im Jahr 2000, vor zehn Jahren, wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von der rot-grünen Mehrheit im Bundestag beschlossen. Dieses damals einmalige Förderinstrument verhalf den Erneuerbaren Energien in Deutschland zum Durchbruch und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur ökologischen und sozialen Energiewende.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht würdigt den Erfolg des Gesetzes, „das den Vorrang für Strom aus Erneuerbaren Energien festgeschrieben und allen Beteiligten Planungssicherheit gegeben hat.“
Der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch kletterte seitdem auf über 16 Prozent. 2020 sollen es 30 Prozent sein. Inzwischen dient das EEG knapp 50 Ländern der Welt als Vorbild für ähnliche Fördersysteme. Vom EEG profitieren auch viele Betriebe in unserer Region: Die „Solarstadt Fürth“ nimmt bei den Großstädten in der Solarbundesliga Rang 4 ein und auch viele Solarstromanlagen, z.B. auf den Dächern von landwirtschaftlichen Gebäuden (unser Foto) Schulen und Rathäusern liefern umweltfreundlichen Strom.
Marlene Rupprecht kämpft deshalb für eine Fortsetzung der Erfolgsstrategie des EEG :“Bei unvermindertem Ausbau kann die Stromversorgung im Jahr 2050 vollständig durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Bereits heute stellt die Branche mehr als 280.000 Arbeitsplätze und in den kommenden zehn Jahren werden voraussichtlich über 200.000 neue Jobs hinzukommen.“
Marlene Rupprecht: Teure Importenergien ersetzen!
Wie Marlene Rupprecht erläutert, kann das EEG nur dann seine volle Wirkung entfalten, wenn es flankiert wird vom Netzausbau von Hoch- und Höchstspannungsleitungen, um den Strom der Offshore-Windenergie von den Küsten in die Verbrauchsschwerpunkte zu transportieren. Um die Netze zu entlasten, brauche man außerdem Anreize zur Weiterentwicklung der Speichertechniken.
„Unsere Energieerzeugung hat nur dann eine Zukunft,“ so die SPD-Abgeordnete, „wenn die Energiekosten von den zukünftig steigenden Preisen der überwiegend importierten Energieträger Öl, Gas oder Uran entkoppelt werden. Nur so wird Energie für alle bezahlbar bleiben.“ Eine Rückkehr zur Atomenergie sei keine Alternative, sondern bremse nur den Ausbau Erneuerbarer Energien.
Auch als „Brückentechnologie“ sei die Atomkraft katastrophal, da nach wie vor niemand sagen könne, wo die 400 Tonnen, die die deutschen Atomkraftwerke jährlich produzieren, verantwortungsvoll endgelagert werden können.
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