Öffentlicher Brief zum Einkaufszentrum Eschenau

Betrifft: „Einkaufsmarkt in der Warteschleife“(Sonntagsblitz Regional v.
16. August 2009)
„Forther warten voll Ungeduld auf Supermarkt“(Erlanger
Nachrichten v. 20. August 2009)
„Baubeginn für Einkaufszentrum steht weiter in den Sternen“
(Erlanger Nachrichten v. 13. August 2009)

Sehr verehrte Eckentaler Mitbürger/innen,


mit dieser Anzeige möchte ich als Mitglied der SPD-Fraktion in Eckental und Forther Bürger wegen des Fachmarktzentrums in Eschenau Nord und auch damit Verbunden die Einkaufsmöglichkeit in Forth erläutern, weil teilweise die Presse ihre Recherchen ausgerechnet mit der Partei (CSU) machte, die diese jetzt beschlossene Planung mit Verbrauchermarkt, Baumarkt und Tankstelle(„Große Lösung mit Verbrauchermarkt“) abgelehnt hat und immer wieder versucht hatte dieses zu Verhindern. Bei der Verwirklichung des Verbrauchermarktes ist auch die Umsetzung einer Einkaufsmöglichkeit für Forth mit vereinbart worden (ehemaliges Normagebäude). Also hätten auch die Fraktionen von SPD und Freie Wähler zu diesem Thema gefragt werden müssen, zumal sie mit den gesammelten Unterschriften der Eckentaler Bürger/innen einen Bürgerentscheid auf den Weg gebracht haben, wobei die CSU – Die Grünen – FDP dieses nur über ein Ratsbegehren (Mehrheitsentscheidung im Marktgemeinderat) erreichen konnten.

Die Presse hat mir mitgeteilt, dass sie keine Leserbriefe von Mandatsträgern mehr bringen wird, ich hoffe nur bei Allen. Diese Vorgehensweise ist schon sehr seltsam, dass ein Bürger, nur weil er Mandatsträger ist keine Leserbriefe zur Veröffentlichung in der Presse bringen kann.

 

Und nun zum Sachverhalt:

Es ist nicht mehr nachvollziehbar, was noch alles überprüft werden soll, bis der Bebauungsplan (ist zwar mittlerweile genehmigt) des großen Einkaufszentrum mit Verbrauchermarkt, Baumarkt sowie einer Tankstelle in Eschenau Nord, endlich auch vom Landratsamt Erlangen – Höchstadt abgesegnet werden kann. Wieviel Zeit braucht das Landratsamt noch, der Antrag liegt schon seit einigen Wochen vor und nicht wie von der Pressesprecherin des Landratsamtes hervorgehoben erst seit kurzer Zeit, den Bauantrag zu Prüfen. Im bereits abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren hat doch auch das Landratsamt seine Stellungnahme eingebracht, warum müssen jetzt für die geplante Tankstelle bestimmte Auflagen für den Umweltschutz beachtet werden. Alles was an Stellungnahmen im Planfeststellungsverfahren eingegangen ist, wurde im Bebauungsplan umgesetzt. Will die Behörde das Projekt noch weiter verzögern, dann sollte sich Herr Landrat Irlinger einmal selbst darum kümmern, damit endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden kann und außerdem wird die Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplätze entstehen auch noch. Auch für die Bevölkerung ist es nicht mehr nachvollziehbar, dass seit dem Bürgerentscheid 2007 bereits 2 Jahre vergangen sind und sich bisher nichts mit dem Beginn der Bauarbeiten getan hat.


Von diesem Projekt hängt auch die Nahversorgung für den Ortsteil Forth ab, dass war im Bürgerentscheid so bekannt gewesen und wurde auch mit dem Investor so vereinbart, daran gibt es keinen Zweifel. Wenn jetzt Herr Hofmann von der CSU-Fraktion seine bisherige Taktik wieder aufleben lässt und alles in Frage stellt, um die Forther Bürger zu verunsichern, dann entspricht das nicht der Wahrheit, er kann es einfach nicht lassen, seine Enttäuschung über den verlorenen Bürgerentscheid zu akzeptieren. Durch die politische Verzögerungstaktik der CSU seit 2006, da gab es schon einen Beschluss für dieses Projekt, hat die CSU auch für die lange Entscheidungsphase mit beigetragen. Herr Hofmann sollte deswegen, weil ihm dieses alles bekannt war, nicht selbst den Mund vollnehmen , dass die versprochene Nahversorgung im Ortsteil Forth wohl niemals kommen wird, mit seinen Argumenten gibt er den Gerüchten einen weiteren Vorschub. Das ist keine ehrliche Politik, sondern eine scheinheilige.


Es liegt jetzt alleine beim Landratsamt,dass endlich der Bebauungsplan freigegeben wird, damit der Investor mit dem Bau beginnen kann, dann wird auch Forth seinen dringend notwendigen Supermarkt bekommen und die Forther Bürger sich nicht, wie von Herrn Hofmann dargestellt, verarscht fühlen müssen.

 

Rudolf Dollack, Eckentaler Bürger
und Marktgemeinderat